Pflegekonzept
Unser Pflegekonzept legt den Grundstein für das pflegerische Angebot und ist zusammen mit unserem Qualitätsmanagementsystem eine Handlungsorientierung für alle Mitarbeiter. Unser Pflegekonzept basiert auf dem AEDL Strukturmodell nach Krohwinkel in Verbindung mit dem Bedürfnismodell von Roper, Tierney und Logan und dem Selbstpflegemodell von Orem.
Mensch
Mit "Mensch" ist sowohl der Bewohner als auch die Pflegende gemeint. Krohwinkel sieht den Menschen als "einheitliches, integrales Ganzes, das mehr und anders ist als die Summe seiner Teile, mit seiner eigenen Identität und Integrität ". Jeder Mensch ist fähig, sich zu entwickeln, zu wachsen und sich selbst zu verwirklichen.
Umgebung
In der ganzheitlichen Sicht ist die Umgebung der wesentliche Faktor für das Leben, Gesundheit und Wohlbefinden. Mensch und Umgebung sind offensichtlich wechselseitig beeinflussende Systeme. Zur Umgebung zählen neben allen Lebewesen, auch ökologische, physikalische, materielle, und gesellschaftliche Faktoren. Der Bedarf an Veränderung der Umgebung wird besonders deutlich im Bereich der Rehabilitation.
Gesundheit und Krankheit
Krohwinkel definiert Krankheit und Gesundheit als"dynamische Prozesse", die für die Pflege als Defizite und Fähigkeiten erkennbar sind. Krohwinkel identifiziert Wohlbefinden und Unabhängigkeit als subjektiv empfundene Teile der Gesundheit.
Pflege
Beim Modell der aktivierenden und existenziellen Erfahrungen des Lebens (AEDL) handelt es sich um ein Bedürfnismodell. Die Bedürfnisse und Fähigkeiten werden in dreizehn Bereiche gegliedert (siehe weiter unten). Den dreizehnten Bereich, "Mit - existenziellen - Erfahrungen - des - Lebens - umgehen", gliedert Krohwinkel in:
- die Existenz gefährdenden Erfahrungen (Abhängigkeit, Sorge, Angst, Schmerzen, Sterben usw.);
- die Existenz fördernden Erfahrungen (Unabhängigkeit erreichen, Zuversicht, Vertrauen, Sicherheit usw. );
- Erfahrungen, welche die Existenz fördern oder gefährden (Kultur und Biographie ).
Die Bedürfnisse und Fähigkeiten haben eine physisch -funktionale, eine willentlich - emotionale, eine kulturelle und eine soziale Komponente. Alle sind immer wenn auch unterschiedlich stark
ausgeprägt vorhanden und auch in jeder anderen Komponente enthalten. Krohwinkel hat vier Schlüsselkonzepte und die AEDL -Struktur in ein Rahmenmodell ganzheitlich - fördernder Prozesspflege
eingebaut.
Dieses Rahmenmodell gliedert sich in:
- das primäre pflegerische Interesse: pflegebedürftiger Mensch mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten; außerdem Einflüsse aus der Umgebung, dem Gesundheits- bzw. Krankheitsprozess und Diagnostik und Therapie;
- die primäre pflegerische Zielsetzung: zentral sind hier die Unabhängigkeit und das Wohlbefinden, die durch Förderung der Fähigkeiten der pflegebedürftigen Person oder ihrer Angehörigen erhalten oder wiedererlangt werden sollen; dieses Ziel gilt unabhängig von der Prognose oder dem Gesundheitszustand für alle Menschen;
die primäre pflegerische Hilfeleistung: Pflege verfügt über fünf methodische Ausrichtungen (handeln für; führen und leiten; eine fördernde Umgebung schaffen; unterstützen, anleiten, beraten, unterrichten und fördern) Schema.